
Es waren einmal drei kleine Schweinchen, die zogen hinaus in die Welt, um sich eigene Häuser zu bauen. Das erste Schweinchen hatte es eilig und baute sein Haus aus Stroh — ratzfatz, fertig! Das zweite nahm sich ein bisschen mehr Zeit und baute aus Holz. Aber das dritte Schweinchen schleppte Stein um Stein und mauerte geduldig, bis ein festes Haus dastand.
Da kam der große Wolf des Weges. Er klopfte beim Strohhaus: „Kleines Schweinchen, lass mich rein!“ — „Nein, nein, nein!“, rief das Schweinchen. „Dann puste ich dein Haus um!“ Und der Wolf holte tief Luft und pustete: fffffuuuh! Das Strohhaus flog auseinander, und das Schweinchen rannte schnell zu seinem Bruder ins Holzhaus.
Aber auch das Holzhaus hielt dem großen Pusten nicht stand — es wackelte, knackte und fiel um. Nun rannten beide Schweinchen zum dritten Bruder ins Steinhaus. „Schnell herein!“, rief der und schloss die dicke Tür fest zu.
Der Wolf pustete und pustete, bis ihm ganz schwindelig wurde — aber das Steinhaus rührte sich keinen Millimeter. „Dann klettere ich eben durch den Schornstein!“, knurrte er. Doch die Schweinchen waren schlau: Sie stellten einen großen Topf mit Wasser aufs Feuer.

Als der Wolf in den Schornstein stieg und den heißen Dampf an den Zehen spürte, quiekte er vor Schreck, sprang vom Dach und rannte in den Wald davon — so weit, dass ihn nie wieder jemand gesehen hat.
Die drei Schweinchen aber bauten gemeinsam zwei neue Häuser — diesmal alle aus Stein. Abends saßen sie zusammen am Kamin, tranken Kakao und waren sich einig: Gründlich gebaut ist gemütlich gewohnt.


